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Aus dieser Darstellung lassen sich eine Reihe von Fragen ableiten, mit deren Hilfe sich das Modell zur Ermittlung von Preispremien entwickeln lässt. So ist in der vorliegenden Arbeit insbesondere die Ermittlung der Preisabsatzbeziehung als auch die Wirkung der Marke auf das Preis- bzw. Mengenpremium von Bedeutung. Ein Preispremium ist nur durch eine hohe wahrgenommene Qualität zu rechtferti-gen. Proff und Proff (2001) unterscheiden hierbei in einen zusatzleistungsbedingten Preisaufschlag sowie einen Preisaufschlag ohne Leistungsäquivalent. Rao und Bergen (1992) erörtern in ihrer Studie den Einfluss von Informationsassymetrien auf Preispremien. Sie nehmen dabei eine Unterteilung der Güter in Produkte mit Such- und Erfahrungseigenschaften vor. Hierbei stellen sie heraus, dass Preispremien insbesondere bei Produkten mit Sucheigenschaften durchgesetzt werden können, da durch die oft nicht ausreichende Informationssuche der Nachfrager eine Marktineffizienz entsteht. Liegen bei einem Produkt vornehmlich Erfahrungseigen-schaften vor, so wird der Kunde u.U. ebenfalls gewillt sein, einen hohes Preispre-mium zu bezahlen, um eine entsprechend hohe Qualität zu erhalten. Einen Ansatzpunkt zur Identifikation von Handlungsparametern zur Sicherung von Preispremien bietet der Heuss’sche Oligopolansatz. Dieses Modell ist eine dy-namische Mehrperiodenbetrachtung von Oligopolen, bei der feste Preisrelationen zwischen Preisführer und –folgern unterstellt werden. In der Heuss’schen Oligopol-theorie wird davon ausgegangen, dass Oligopole auf Grundlage von Aktionen und Reaktionen der Wettbewerber schrittweise jene Verhaltensweisen annehmen, die zu einem höheren Gewinn führen. Heuss (1966) stellt in seinem Modell heraus, dass der Angebotspreis, die Absatzmenge und die Preissensibilität direkten Ein-fluss auf die Höhe des Preispremiums haben. Aus dem Modell lässt sich ableiten, dass je höher der Angebotspreis eines Gutes ist, desto höher auch das Preispremium dieses Gutes ausfällt. Auf den Automobil-markt bezogen, lassen sich etwa in der Oberklasse höhere Preispremien erzielen als in der Mittelklasse. Je höher dagegen die Absatzmenge ist, desto niedriger wird das Preispremium ausfallen. Die Voraussetzung für ein Preispremium ist die relati-ve Knappheit eines Gutes. Eine Mengenausdehnung würde also zu einem Sinken der erzielbaren Preispremien führen. Ein dritter Handlungsparameter ist die Preis-sensibilität der Kunden. Hierbei gilt: Je höher die Preissensibilität ist, desto niedri-ger ist das Preispremium. Die zunehmende Preissensibilität kann an einem sinken-den verfügbaren Einkommen oder an dem abnehmenden Interesse der Kunden an Marken liegen.