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Wie in Kapitel 2.3 erläutert, dient die Wettbewerbsanalyse dem Erlangen von kom-parativen Konkurrenzvorteilen. Durch dieses Denken innerhalb der eigenen Bran-chengrenzen fehlt es den Unternehmen u.U. an anspruchsvollen Zielvisionen im Sinne absoluter Wettbewerbsvorteile. Ein Ansatz, der zur Lösung dieser Problema-tik beiträgt, ist das Benchmarking. Hierbei handelt es sich um das Streben nach kontinuierlichen Leistungssteigerungen in allen Bereichen durch eine umfassende und konsequente Orientierung an leistungsstarken Unternehmen aller Branchen im weltweiten Maßstab. Die Wettbewerbsorientierung bietet neben den genannten Vorteilen auch einige Besonderheiten, die es zu beachten gilt. So besteht etwa keine feste Relation zwi-schen dem Preis auf der einen und den Kosten sowie der Nachfrage auf der ande-ren Seite. Bei einer Orientierung am Wettbewerb wird auf eine aktive Preispolitik zugunsten einer Risikominderung verzichtet. Viele Branchen entwickeln sich zur Zeit in Richtung einer oligopolistischen Markt-struktur. Da es in einem transparenten Oligopol unerlässlich ist, sich bei der Preis-bildung an seinen Hauptwettbewerbern zu orientieren, wird die wettbewerbsorien-tierte Preisbildung in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. 2.4 Zusammenfassende Beurteilung der Preisbildungskonzepte In den vorangegangenen Kapiteln wurden die allgemeinen theoretischen Preisbildungsansätze dargestellt, um eine breite Basis für die spätere Argumentation im Rahmen der Erstellung eines Modells zur Ermittlung von landes- und segmentspezifischen Preispremien zu besitzen. Es konnte herausgestellt werden, dass die kostenorientierte Preisbildung und ins-besondere die Kosten-Plus-Methode aufgrund ihrer guten Handhabbarkeit und zu-meist guten Informationsbasis vor allem in der Vergangenheit oft zur Anwendung kam. Aus der an ihr geübten Kritik heraus haben sich andere Formen wie die Ziel-kostenmethode entwickelt, die den Kunden explizit mit in den Preisbildungsprozess einbezieht. Eine weitere Methode, bei der die Vorstellungen der Kunden explizit betrachtet werden, ist die nutzenorientierte Preisbildung, in deren Rahmen speziell auf die Conjoint Analyse und ihre Unterformen eingegangen wurde. Es konnte gezeigt werden, dass die Conjoint Analyse zu einem unentbehrlichen Mittel bei der Ermitt-lung von Nachfragerpräferenzen geworden ist. Als dritte Form der Preisbildung wurde die wettbewerbsorientierte Preisbildung vor-gestellt. Es konnte die Wichtigkeit einer Wettbewerbsforschung insbesondere in reifen und transparenten Märkten, wie dem Automobilmarkt, veranschaulicht wer-den. Im Folgenden wird aufgrund der spezifischen Eigenschaften der Automobilbran-che und der Besonderheiten der Aufgabenstellung verstärkt auf die wettbe-werbsorientierte Preisbildung eingegangen.